Text Königin - Schweinswale

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Text Königin

Schweinswale


Dr. med. Andreas Pfander
Grüne Straße 13
24376 Kappeln/Germany
Tel.: 04642/1599
FAx: 04642/914118




HENDES MAJESTÆT DRONNINGENS
OG HANS KONGELIGE HØJHED
PRINSENS HOFSTAT
Amalienborg

DK-1257 København K



25.02.05


Eure Königliche Majestät!


Zunächst muss ich mich entschuldigen, dass ich diesen Brief auf Deutsch schreibe, da ich leider des Dänischen nicht mächtig bin. Mir wurde aber glaubwürdig versichert, dass ich mein Anliegen Eurer Majestät auch auf Deutsch vortragen kann.

Ich bin Arzt und kümmere mich seit mehr als 20 Jahren um den Schutz von Meeressäugetieren, insbesondere von Schweinswalen in der westlichen Ostsee. Dabei arbeite ich eng mit dänischen Wissenschaftlern zusammen. Im Verlauf der Jahre wurde mir aber zunehmend klar, dass es kaum gelingen wird, auch in Zukunft den Bestand dieser Art in der Ostsee zu sichern, wenn keine Maßnahmen zum Schutz dieses empfindlichen marinen Ökosystems ergriffen werden.

Deswegen setze ich mich für ein umfassendes Schutzgebiet in der westlichen Ostsee ein, das sowohl dänische als auch deutsche Gewässer mit einbezieht. Ein solches Gebiet, das nicht nur dem Schutz des Schweinswals und der maritimen Umwelt dient, könnte die Zukunft der lokalen Küstenfischerei für die nächsten Generationen sichern und würde meines Erachtens auch eine Bereicherung des touristischen Angebotes bedeuten.

In wenigen Tagen besteht der Staatsvertrag zum Schutz der dänischen Minderheit in der Bundesrepublik Deutschland und zum Schutz der deutschen Minderheit im Königreich Dänemark 50 Jahre. Dieser Vertrag zeugt von Toleranz, Weitsicht und gegenseitigem Verständnis. Er hat sich bewährt und gilt als Vorbild für eine in der EU noch zu schaffende Regelung zum Schutz von Minderheiten.

Ich finde, es wäre an der Zeit, dass das Königreich Dänemark und die Bundesrepublik Deutschland ein neues Zeichen einer Völker verbindenden Zusammenarbeit setzen, zum Schutz der maritimen Umwelt für zukünftige Generationen. Wenn Eure Majestät sich für dieses Ziel verwenden könnten oder es zumindest für erwägenswert befinden würden, wäre schon viel gewonnen.



Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung verbleibe ich


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