Chronik XXVII - Schweinswale

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Chronik XXVII


Chronik XXVII Beobachtungen und Meldungen 2020

Mittwoch den 13. Mai 2020:  Delphin weiterhin im Limfjord  DK  Delfin i Limfjorden lige Ø for Limfjordsbroen

Wie Finn Olsen Lund auf Facebook mitteilt hält sich der Allgemeine Delphin weiterhin im Limfjord in Höhe der Brücke auf. Dazu hat er auf der Seite Hvaler.dk - Hval og sæl observationer i Danmark 2 Fotos gepostet.


Die Vergrößerung der Aufnahme von Finn Olsen Lund zeigt narbige Hautveränderungen, an denen man das vermutliche männliche Individuum vielleicht später einmal  identifiziert werden kann.

Fotos Finn Olsen Lund Bing Karte und NV Chart


Dientag den 12. Mai 2020 Eckernförder Delphin wird von SUP und Militär besucht

Wie der shz unter den lokalen Nachrichten veröffentlicht bekam der Eckernförder Delphin am Wochenende Besuch von einem Stand Up Paddler, der mit seiner Tochter zur Sperrgebietstonne paddelte, und sich sogar  ins Wasser begeben hat, um dem Delphin noch näher zu kommen. Am gleichen Tag haben Kampfschwimmer der Bundeswehr sogar ein Unterwasservideo aufgenommen.

Bereits am Freitag (08. 05. 2020) waren Bioakustiker des ITAW der TiHo Hannover Büsum vor Ort und haben Tonaufnahmen gemacht.



Mittwoch den 6. Mai 2020:   „DelphinIn“ weiterhin in Eckernförde

Per e- mail: „Sie ist noch da. Auf den letzten Ausfahrten haben wir sie immer gesehen, zuletzt gestern. Sie hält sich nach wie vor im Bereich um die Absperrungstonne auf. Ein paar Bilder und ein Video haben wir ebenfalls gemacht.“

Auf einem längeren Video ist zu sehen, wie der weibliche Delphin, der sich offensichtlich langweilt, eine Delphinshow abzieht, besser, als in jedem Delphinarium. Die Sprungsequenz am Schluss des Clips zeigt einen sehr weit hinten liegenden Genitalschlitz, sodass an der Geschlechtsbestimmung kein vernünftiger Zweifel besteht.

Das Foto des abtauchenden Delphins zeigt in der Vergrößerung eine alte in Abheilung begriffene Verletzung in Höhe der Schwanzwirbelsäule. Das scheint sie aber kaum zu behindern, schaut man sich die „Sprinteinlagen“ auf dem Video an.


Drei Beispiele aus der Reihe „Lebensraum Meer“ von Günther Behrmann


Sonntag den 5. April 2020: Schweinswale gefilmt vor Kollund (DK) in der Flensburger Förde – Geburt oder Paarung?

Per e-mail: „..habt Ihr das Video gesehen, dass Bettina Bernstorf Hansen bei Facebook eingestellt hat? Sie hat es heute morgen 7.30 Uhr vor Kollund gefilmt. 3 Schweinswale. Ich könnte schwören, dass es sich um eine Geburt handelt.“

Video und Fotos Ostsee Info-Center Eckernförde

Dienstag den 5. Mai 2020      Delphine im Bosporus ( Tursiops truncatus Montagu, 1821)

ARD um 7h45: „ Der Istanbuler Fotograf Volkan ist extra früh aufgestanden und in den bei Touristen sonst so beliebten Ortsteil Ortaköy gefahren. Hier am Ufer will er Delfine fotografieren. Anfangs mit wenig Erfolg: "Ich habe nur ein einziges wirklich brauchbares Foto gemacht, alle anderen sind aus einer zu großen Distanz." Volkan ist noch unzufrieden. "Wahrscheinlich muss ich mich gedulden. Eigentlich sind wir hier gerade am geeignetsten Platz, aber die Delphine sind noch zu weit weg."

Zitiert wird der Wissenschaftler Arda Tonay:  „Der Große Tümmler ist hier im Bosporus heimisch. Es gibt eine Population von 40 bis 50 Tieren. Sie entfernen sich kaum, schwimmen allenfalls mal bis zu den Prinzeninseln." Den Gemeinen Delfin könne man hingegen nicht als heimisch bezeichnen. "Er liebt das weite Meer und man kann ihn nur beobachten, wenn er den Bosporus durchquert. Er hat es aber immer sehr eilig." Ob der Schweinswal, den es im Bosporus auch gebe, dort auch wirklich heimisch sei, das könne die Wissenschaft noch nicht mit Gewissheit sagen, so der Meereswissenschaftler.


Zuvor gab es bereits im Morgenmagazin MOMA   einen längeren Bericht und ein Video.                                                                                                                           

Bereits vor zwei Jahren gab es Beobachtungen über ein erstaunliches Verhalten von Gr. Tümmler in diesen Gewässern. Am 15. Januar 2018 wird in Chronik XVI auf eine Publikation von Tonay et al. verwiesen:


Die Autoren berichten über eine Ereignis am 25. April 2015 im Marmarameer, 0,7 NM vor der Küste auf einer Position 40° 60.000 N 28° 59.897 E. Während 113 Minuten wurde beobachtet, wie ein 90 bis 110 cm großer Schweinswal (Phocoena phocoena Linnaeus, 1758)  neben einem  Gr. Tümmler (Tursiops truncatus Montagu, 1821 ) schwimmt. Um Energie zu sparen, nutze er nach Einschätzung der Autoren wahrscheinlich die Strömung des neben ihm schwimmenden Gr. Tümmlers. Das Marmarameer ist mit jährlich 46000 Schiffsbewegungen  eine sehr stark befahrene Wasserstraße ; daher liege die Vermutung nahe,  dass die erfahrenen Gr. Tümmler den unerfahrenen, vermutlich noch nicht einjährigen Schweinswal begleiten, um ihn sicher durch den dichten Schiffsverkehr zu leiten. Dies Verhalten steht im Gegensatz zu einer Beobachtung aus der Kieler Bucht im Jahr 2016 und vor Sonderburg 2019. Auf das Konto des Freddy/Fiete genannten Gr. Tümmlers gehen vermutlich 8 tote Schweinswale, 2019 kam es lediglich zu einer aggressiven „Annäherung“.

Jetzt ist der5 Schiffsverkehr wahrscheinlich wegen Covid 19 weniger dicht und der Bosporus, sowie das Marmarameer sind weniger befahren.
Gr. Tümmler begleiten einen jungen Schweinswal im Marmarameer (Tonay et al. 2017)


Montag den 4. Mai 2020:   Sendung über Delphine in der Ostsee auf TV2 DK

Dazu  Dr. Carl Kinze per e-mail: „ Die Sendung lief gestern.  Sie ist auf der TV2 Mediathek abrufbar gegen Bezahlung allerdings.

„Kurze Zusammenfassung: Wir haben derzeit drei Delfinarten, die in unserer Nachbarschaft rumschwimmen. Der Weißschnauzen Delfin Lagenorhynchus albirostris ist die " heimische Art ", der Gewöhnliche Delfin Delphinus delphis aus dem Süden ist seit etwa 2000 präsent und zuletzt seit 2015 auch der Große Tümmler Tursiops truncatus. Wie und ob sich die drei den " Kuchen " in Zukunft teilen werden, hängt davon ab, wie viele kommen werden und wie stark der Klimawandel sich durchsetzen wird. Ich hätte gern Delfinvorhersagen von der gleichen Qualität wie Wettervorhersagen. Das erfordert aber vor allem noch mehr Daten. - ja Daten wie wir sie hier in dieser Gruppe erheben und mit einander teilen”

Ergänzung: Wenn man die Daten vergangener Jahre zum Vergleich heranzieht, unterstreicht dies die zitierte Unsicherheit von Vorhersagen. Ein extremes Beispiel in dieser Hinsicht ist das Jahr 2013. Nach Auswertung der Daten auf www.hvaler.dk und www.valar.se kommt man auf 78 Nachweise von Schweinswalen Phocoena phocoena mit insgesamt etwa 300 Individuen. Es gibt einen Nachweis von 3 Schwertwalen Orcinus orca, einem Strandfund eines Weißseiten Delphins Leucopleurus acutus , 3 Nachweise mit insgesamt 5 Weißschnauzen Delphinen, aber keinen Nachweis eines Gr. Tümmlers oder Allgemeinen Delphins. Ein anderes Bild bietet der Jahrgang 2010 nach www.hvaler.dk  - die schwedische Seite gab es da noch nicht und alle deutschen Meldungen liefen bei Thyge Jensen zusammen. Es ergeben sich 46 Meldungen von Schweinswalen (ca. 140), 5 Meldungen von Schwertwalen (8), 6 Meldungen von Allg. Delphinen (10) und einem Weißschnauzen Delphin. (Verweis auf den 22.April 2020 s. unten)


Mittwoch den 22. April 2020 Buckelwal und Gr. Tümmler bei Varberg (SE) zusammen beobachtet

Am Sonntag den 19. April beobachtet Per Gajemo vor der schwedischen Kattegatküste südlich von Varberg bei Träslövsläge wie ein Buckelwal Megaptera novaeangliae und zwei Große Tümmler Tursiops truncatus nahe bei einander auf Beutejagd gehen. Der Buckelwal wird auf 10m geschätzt und soll 9 Minuten lang getaucht sein.

Die Beobachtungen erfolgen in 300 m und 1 km Entfernung vom Boot aus. Möglich wäre, dass die Gr. Tümmler die Blasenvorhänge des Buckelwals ausgenutzt haben, um leichter an den eingeschlossenen Fischschwarm zu kommen. Der Buckelwal wird bereits am 13. Februar und am 8. März 2020 beobachtet, die Gr. Tümmler am Samstag den 18. April bei Varberg. Ob der Buckelwal weiter nach Süden durch den Öresund in die zentrale Ostsee schwimmt wie zuletzt 2008 und 2014 bleibt abzuwarten.  



Karten Träslövsläge südlich von  Varberg an der schwedischen Kattegat Küste Bing und NV Charts


Mittwoch den 22. April 2020:  Weißschnauzen Delphine begleiten ein Fischerboot bei Orust

Den Fischer Joakim Larson begleiten im Skagerak vor Otust Västra Götalands län der Provinz Bohuslän mindestens 5 Weißschnauzen Delphine Lagenorhynchus albirostris , die er neben seinem Boot filmen kann. Das Video kann man bei Göteborgs-Posten und bei tv4 aufrufen.  


www.valar.se


Sonntag den 19. April 2020:    Ist der Eckernförder Delphin krank?

„Hier sind zwei Fotos von Thorsten Peuster und Philipp Hoy. Auf dem einen sieht man die linke Seite des Tieres mit den Verletzungen“.


Vergrößerung der rechten Aufnahme auf der die Hautveränderungen sichtbar sind. Foto EZ


„Das sind keine Verletzungen sondern Hautveränderungen, möglicherweise verursacht durch eine Pilzerkrankung. Sonst ist der Delphin m. E. in einem ganz passablen AZ und EZ“.

„Sieht wie Fungusbefall aus. Der Delfin bei Aalborg wurde 2018 auch von Pilzen befallen. Sollte es sich 2020 um dasselbe Tier handeln, was noch nicht eindeutig erwiesen ist, dann hat der Delfin die Hauterkrankung gut überstanden.“

„Die Hautveränderungen sind infektiös bedingt und haben nicht mit Neunaugen zu tun. Nach der Form ist das wahrscheinlichste "Tatoo-Lesions", die sekundär mit Bakterien oder Pilzen befallen werden könnten. Damit kommen die Tiere aber meistens ganz gut klar, wenn nicht noch andere Dinge hinzukommen.“


Freitag den 17. April 2020: Der Delphin ist vermutlich weiblichen Geschlechts

Per e-mail: „Scheint ein Weibchen zu sein. Von Delphinus delphis gab es bereits eine Sichtung am 27.3. in der Eckernförder Bucht und schon am 7.2. eine weitere in der Kieler Außenförde (Facebookgruppe Delphine in Kiel)“

„Das hatte ich auch schon vermutet, hoffe aber auf Bilder mit mehr Bauch. Heute war die Delphinin zwischen 17h bis 17h30 wieder an der Tonne, aber ohne Sprung.“

Donnerstag den 16. April   Schleibote und Eckernförder Zeitung Verlag shz



ECKERNFÖRDE | In der Eckernförder Bucht tummelt sich seit einigen Tagen wieder ein Delfin. Seit Ostern fällt er Spaziergängern immer wieder durch seine Sprünge auf. Gerade die Sperrgebietstonnen scheinen es ihm angetan zu haben. An ihnen springt er besonders oft aus dem Wasser, bevorzugt am Abend. Nach Auskunft des Walexperten Dr. Andreas Pfander aus Kappeln handelt es sich um einen „Gemeinen“ oder „Gewöhnlichen“ Delfin.

Nur selten in Küstennähe

Diese Delfine werden etwa 1,70 bis 2,50 Meter lang und wiegen zwischen 70 und 110 Kilogramm. Er ist der am häufigsten vorkommende Delfin in der Umgebung des europäischen Kontinents, dennoch ist der durch die „Flipper“-Filme und Delfinarien berühmt gewordene Große Tümmler bekannter als sein kleinerer Verwandter. Gemeine Delfine kommen in einzelnen Populationen nahezu auf der ganzen Welt vor, eine davon befindet sich in der Nordsee. Als Bewohner des offenen Meeres kommt der Gemeine Delfin selten in die Nähe der Küsten.

Die Jagd nach Heringen treibt Tiere in die Ostsee

„Am Ostersamstag ist auch ein solcher Delfin im dänischen Limfjord gesichtet worden. Diese Strecke legen Delfine in wenigen Stunden zurück. Wahrscheinlich ist aber, dass es sich um unterschiedliche Tiere handelt“, so Pfander. In die Ostsee dürfte die Tiere die Jagd nach Heringen treiben. Dabei verfolgen sie die Schwärme längere Zeit. Pfander: „Seit Juni 2019 befindet sich auch ein Großer Tümmler im dänischen Svendborgsund. Es würde mich also wundern, wenn es hier keine Nahrung gäbe.“ Da Seezeichen oft Meeresabhänge bezeichneten, liege es auch nahe, dass sie besonders dort gesichtet werden. „Denn an Meeresabhängen gibt es oft auch Fische.

Immer wieder Delfine in der Ostsee

In den vergangenen Jahren verirren sich immer wieder Delfine in die Ostsee. Erst 2016 sorgte ein Großer Tümmler in Eckernförde wochenlang für Furore. Taucher berichteten davon, dass er die Nähe der Menschen suchte, ihnen sogar Bewegungen nachmachte. Er schwamm auch in die Kieler Förde. Im selben Jahr lockten die Großen Tümmler Selfie und Delfie viele Schaulustige in die Flensburger Förde. 2015 wurde ein Delfin vor Weißenhäuser Strand entdeckt, und vor einem Jahr tauchte ein Delfin in der Schwentine-Mündung in der Kieler Förde auf.


Mittwoch den 15. April 2020  Delphinus delphis in Eckernförde

„In der Eckernförder Bucht wird seit Ostern immer wieder ein Delfin gesichtet. Für meinen Artikel hatte ich wieder auf Ihre Hilfe gehofft. Können Sie mir sagen, um was für eine Art Delfin es sich handelt? Können Sie das auf den Fotos erkennen? ……….“

„…der Delphinus delphis scheint sich immer noch an der Sperrgebietstonne Nord aufzuhalten, vermutlich weil sich dort an einer Art  Abhang sicher reichlich Fische u.a. Heringe aufhalten, denn dort steigt der Grund von 16 m auf 7,7 und 4 m an. Seine Länge dürfte knapp unter 200 cm liegen. Ob es sich tatsächlich um ein jugendliches Individuum handelt, ist möglich, aber schwer zu sagen. Um das Geschlecht zu bestimmen, brauche ich das Bild, auf dem mehr vom Bauch zu sehen ist.Wenn der Delphin schon über Ostern in der Eckernförder Bucht war, handelt es vermutlich um zwei Allgemeine Delphine (Aalborg und Eckernförde), sowie um einen Großen Tümmler im Svendborgsund.

Fotos Daniel Friedrichs EZ Karte  Eckernförder Bucht und Sperrgebietstonne bei Hemmelmark, Übersicht Kieler Bucht  NV Charts


Samstag den 11. April 2020:  Delphin im Limfjord

Am Samstag wird ein Allg. Delphin Delphinus delphis an der Steuerbordtonne im Limfjord  NordJyske von Daniel Løth Nielsen fotografiert, der sein Foto auf der Facebookseite Hvaler.dk - Hval og sæl observationer i Danmark postet.

Foto vom Samstag den 11. April 2020 im Limfjord an der Steuerbordtonne aus NordJyske Foto: Daniel Løth Nielsen;  Karte des östlichen Limfjords NV Charts


Dienstag den 7. April 2020:  Weser-Kurier, Bremen: Walforscher Günther Behrmann wird 88 Jahre alt.


Günther Behrmann kann man mit Fug und Recht als ein Urgestein der deutschen Walforschung bezeichnen. Viele seiner Publikationen und Vorträge sind wegweisend. Er hat bereits mit der Hamburger Zoologin Erna Mohr (1894 – 1968) zusammen gearbeitet und von ihr wesentliche Anleitungen und Impulse für seine späteren anatomischen Studien an Waltieren erhalten, wie er selbst berichtet . Seine wissenschaftliche, cetologische Expertise ist noch heute, vielleicht mehr denn je gefragt.

Drei Beispiele aus der Reihe „Lebensraum Meer“ von Günther Behrmann


Sonntag den 5. April 2020: Schweinswale gefilmt vor Kollund (DK) in der Flensburger Förde – Geburt oder Paarung?

Per e-mail: „..habt Ihr das Video gesehen, dass Bettina Bernstorf Hansen bei Facebook eingestellt hat? Sie hat es heute morgen 7.30 Uhr vor Kollund gefilmt. 3 Schweinswale. Ich könnte schwören, dass es sich um eine Geburt handelt.“



„Ja das sieht voll und ganz nach einer Geburt aus.“

„Das ist wunderbar! Endlich ein Beweis dafür, dass im April bereits Neugeborene bei uns unterwegs sind.“

„Dies ist ganz sicher keine Geburt und was als Nabelschnur fehlinterpretiert wird ist der Penis eines Männchens. Auch das Verhalten passt dazu sehr gut.“

„Meine erste Einschätzung war etwas vorschnell. Ich habe mir das Video nochmals und gründlicher angeschaut und komme zum gleichen Schluss“

„Nachdem ich den Clip noch einige Male angeschaut habe, muss ich vollständig zustimmen“



Samstag den 23. März 2020: Delphine in den Kanälen von Venedig sind Fake so National Geographic

„Die Schwäne aus dem viralen Post sind regelmäßig in den Kanälen von Burano zu sehen, einer kleinen Insel im Stadtgebiet von Venedig. Dort wurden auch die Fotos aufgenommen. Die „venezianischen“ Delfine wurden in einem Hafen auf Sardinien gefilmt – hunderte Kilometer weit entfernt. Bisher ist noch nicht bekannt, woher die Fotos von den betrunkenen Elefanten stammen. Aber ein Bericht aus einer chinesischen Nachrichtenquelle hat den Poster widerlegt: Zwar liefen vor Kurzem tatsächlich Elefanten durch ein Dorf in der Provinz Yunnan, aber ungewöhnlich ist daran nichts. Es handelte sich auch nicht um die Elefanten auf den viralen Fotos, sie haben sich nicht betrunken und sie haben sich auch nicht auf eine Teeplantage verirrt.“ Zitat


Samstag den 7. März Isländischer Schwertwal Orcinus orca vor dem Libanon

Ein männlicher Schwertwal ist im östlichen Mittelmeer an der Küste des Libanons aufgetaucht und gefilmt worden. Laut Auskunft der Leipzigerin Marie-Thérèse Mrusczok, die 2014 die isländischen Schwertwalschutzorganisation   „Orca Guardians Iceland“ gegründet hat, stammt das Individuum aus isländischen Gewässern und  wird  von ihr als „Riptide SN 113“ identifiziert. Der Schwertwal hat danach eine Strecke mehr als 8 000 km in gerader Linie zurückgelegt.

Wie www.cetacea.de auf ihrer Seite am 22. Dezember 2019 mittteilt, wurden 4 Mitglieder einer isländische Schwertwalfamilie Anfang Dezember erstmals im Hafen von Genua beobachtet und von einer Drohne der Küstenwache gefilmt. Marie-Thérèse Mrusczok, die vor 6 Jahren die Organisation Orca Guardians Iceland gegründet hat,  konnte einzelne Mitglieder der Gruppe identifizieren, die mit 5 200 km Luftlinie von den westisländischen Snaefellsnes-Halbinsel bis dahin einen „Migrationsrekord“ für ihre Art aufgestellt hat, darunter befand sich auch „Riptide SN 113“ . Auf dem von www.cetacea.de veröffentlichten Video ist zu erkennen, wie ein weiblicher Schwertwal einen kleinen, toten Schwertwal im Maul hält. In einem zeitlich früheren Videoclip der GUARDIA COSTERIA – 06. 12. 2019 - ist zu sehen, wie sich der kleine wohl erst kürzlich geborene Schwertwal neben seiner Mutter durch die aufgewühlte See des Hafenbeckens kämpft (etwa Beaufort 6 bis 7 ablandig).



Das Video kann auf www.cetacea.de aufgerufen werden.



Nun ist zu hoffen, dass „Riptide“ wieder Anschluss an die übrigen Mitglieder der Gruppe und den Weg „nach Hause“ findet.  Anthropozentriert könnte man die Meinung vertreten, dass auch bei Homo sapiens nach einem traumatischen Verlust von Familienangehörigen, besonders wenn es sich um  Kinder handelt, manchmal die Familie an dem Schmerz zerbricht. Aber verhalten sich   Schwertwale, mit ihren engen, familiären Bindungen, von denen bekannt ist, dass sie normalerweise ein Leben lang bestehen bleiben, ähnlich oder vielleicht genauso?


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