Chronik XXVI - Schweinswale

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Chronik XXVI


Chronik XXVI Beobachtungen und Meldungen Februar 2020

Montag den 17. Februar 2020: Bericht über die WMM CONFERENCE 2019 in Barcelona

The World Marine Mammal Conference was a huge success this past December! Due to an overwhelming interest, we reached the maximum capacity with 2,731 attendees coming from more than 95 different countries “Together For Science and Conservation“!

In total, there were 1,636 presentations at the conference - 1021 posters, 412 speedtalks and 203 orals. To view the full list of abstracts, click HERE to view and download the official WMMC'19 Book of Abstracts. There were also three outstanding plenary sessions covering key topics with presentations from leaders in the field. To view the WMMC'19 plenary sessions, as well as the in memoriam presentation from the opening ceremonies, click HERE!

Recognizing the unique momentum of WMMC'19, the Organizing Committee released the Barcelona Declaration – Together for Marine Mammal Science and Conservation as a legacy for the future to improve research, conservation, and education and to create synergy between scientist and society stakeholders. The Declaration is a call for commitment to key principles, and a pledge to three specific goals, that will deliver profound benefits for all. It seeks to highlight what international collaborations among scientists and public and private sectors can achieve by working closely together, for the benefit of world marine mammal science and conservation as well as to the benefit of managers, policy-makers, governments and society. Over the course of the conference, 750+ signatures where collected in-situ!

To read and sign the declaration online click HERE. We kindly request those supporting the Declaration to sign online, even if you have already signed it on paper in Barcelona!


Montag den 17. Februar 2020: Erste Untersuchungsergebnisse nach Strandung eines Cuvier- Schnabelwals an der dänischen Nordseeküste auf der Insel Romö

Der am Freitag den 14. Februar auf der dänischen Nordseeinsel Romö gestrandeter Cuvier-Schnabelwal Ziphius cavirostris (G. Cuvier, 1823) ist im Seefahrts- und Fischereimuseum in Esbjerg untersucht und zerlegt worden. Erste Untersuchungsergebnisse liegen jetzt vor, Danach fand sich bei dem knapp 6 Meter langen und 2 Tonnen wiegendem Wal ein 20 – 25 cm langes Teil aus Hartplastik im Magen, sowie Parasiten in den Nieren. Herz und Gehirn werden im Universitätshospital in Aarhus DK weiter untersucht und  das Skelett des Tieres kommt in das Staatliche Naturhistorische Museum in Kopenhagen. Das Herz soll 15,88 kg gewogen haben, was im Vergleich zu dem Gewicht zwischen 2 und 3 Tonnen  (0,5 %)) nach Ansicht der Untersucher für einen niedrigen Stoffwechsel während der langen Tauchphasen spricht. Bei einem Blauwal sind es etwa 1% des Körpergewichts, 0,5 bis 1,32% beim Schweinswal. (S.a. Chronik XXV „Forscher der Universität Stanford in Californien /USA messen erstmals Herzschlag eines Blauwals“)

Bilder des  Cuvier-Schnabelwal auf dem Strand von Rømø. Fotos  Brigitte Holms

Es handelt sich um einen männlichen Cuvier Schnabelwal, ein Zahn ist auf einigen Bildern im linken Unterkiefer noch zu erkennen. Der Wal ist vielleicht etwas abgemagert; Cuvier-Schnabelwale können Längen bis zu 8 m bei 3 ton Gewicht erreichen und kommen weltweit sowohl in der südlichen und nördlichen Hemisphäre vor mit Ausnahme hoher arktischer oder antarktischer Regionen. Es ist neben dem Blainville-Schnabelwal die vermutlich häufigste Art der 22 Mitglieder umfassenden Familie der Schnabelwale  und einziger Vertreter der Gattung Ziphius  (G. Cuvier, 1823). Bis 2017 gab es 1040 Strandungen weltweit. In europäischen Gewässern wurden die meisten Strandungen (5 zwischen 1933 und 1937) in britischen Gewässern beobachtet; in der Ostsee gibt es nur eine Strandung Anfang August 1872 bei Marstrand an der schwedischen Kattegatküste, das Skelett befindet sich im Reichsmuseum in Stockholm. Cuvier-Schnabelwale ernähren sich von Kopffüsslern, die sie in Tiefen über 1 000 m erbeuten. Eine Tauchdauer von 137,5 Minuten wurde bei einem Wal vor der californischen Küste gemessen, bei einem anderen Tier wurde kalkuliert, das es eine Wassertiefe von fast 3 000 m erreicht haben könnte.

Fluke, Kopf und Herz des Cuvier-Schnabelwals Fotos des Fischerei- und Seefahrtsmuseums Esbjerg DK.  Zum Vergleich Herz eines Blauwals Balaenoptera musculus Foto LWL Museum für Naturkunde Münster

Schnabelwale haben äußerliche Besonderheiten, durch die sie sich von anderen Zahnwalen unterscheiden: Meist nur zwei Zähne im Unterkiefer – fast nur bei männlichen Individuen und beim Cuvier-Schnabelwal ganz vorne, ihnen fehlt die Einkerbung in der Mitte der Fluke an der Hinterkante – beim Cuvier-Schnabelwal als einzigem aus der Familie noch angedeutet vorhanden, Sie haben v-förmige Kehlfurchen und die Flipper sind relativ klein. Beim Cuvier-Schnabelwal ist im Gegensatz zu anderen Meerestieren z. B. Haien, Walen und Delphinen der Rücken hell und die Bauchseite dunkel gefärbt. Als Ursache für die Massenstrandung von Schnabelwalen wurde das Sonar im mittleren Frequenzbereich ausgemacht, das häufig bei militärischen Übungen zur Anwendung kommt.
Wegen des weißen Gesichts, des kleinen Mundes und der großen Augen heißt der Cuvier-Schnabelwal in Japan Akabo-kujira  Babygesicht-Wal und wegen der geschwungenen Schnauze im Englischen auch Goosebeak-Whale. In Dänemark heißt er småhovede næbhval, (Kleinkopf Schnabelwal).    (Literaturnachweise auf Anfrage)


Sonntag 16. Februar 2020: Buckelwal in schwedischen Gewässern des Kattegat

Während einer Kajaktour am Sonntag im Kungsbackafjord, so berichte Emma Levemuyr, tauchte    1,5 m neben ihr plötzlich  ein 10 m langer Buckelwal auf. Er tauchte einmal auf und war anhand der Körperform und der typischen Knubbel nicht zu verkennen. www.valar.se



Mittwoch den 05. 02. 20 20: Weißwal in der Flensburger Förde?

Um 14 h am Nachmittag speichert die Webcam des Leuchtturms Kalkgrund in östlicher Richtung eine Aufnahme, auf der höchstwahrscheinlich ein Weißwal oder Beluga Delphinapterus leucas           (Pallas, 1776) zu sehen ist, der in Richtung  des Leuchtturms Gammel Pøl schwimmt.

Obere Reihe Weißwal im Flensburger Hafen, Apenrade, Als und Olpenitz 13.09. Bis 15. Nov. 2012 Karte Thyge Jensen www.hvaler.dk Foto Stephanie Siegner. Darunter Webcam Leuchtturm Kalkgrund 05.02.2020 14h östliche Richtung mit Vergrößerung

Letztes Vorkommen in Flensburg, Apenrade, Kl. Belt und Olpenitz vom 13. Sept. bis 15. Nov. 2012. Eine mögliche Sichtung aus der Luft gab es am 12. Nov. 2011 um 12h30 in der Außenförde.                                  

Reaktionen:

„Schwer zu sagen. Könnte auch ein Albino-Schweinswal gewesen sein. Gibt es hierzu auch ein Video?“

„Wenn ich das auf dem Foto richtig sehe, kommt der Wind von hinten also vom Leuchtturm zum Objekt. Jedenfalls läuft die Welle so. Das würde für mich eher gegen eine Tüte sprechen sondern wirklich eher für einen Wal, aufgrund der Heraushebung aus dem Wasser.“

„Vielen Dank für die Bilder! Wir sind gespannt, ob es weitere Sichtungen gibt, die deine Vermutung bestätigen.“


Mittwoch 22. Und Donnerstag den 23. Januar 2020: Delphin bleibt die Attraktion im Svendborgsund

Wie Fyms Amts Avis meldet hält sich ein Großer Tümmler seit Oktober des vergangenen Jahres ständig im Svendborgsund auf. Im November 2019 wurde er von Nanna Kreutzmann unter Wasser fotografiert.

Das Video zeigt den Gr. Tümmler zwischen Standup Paddler und Schwimmer

Der etwa 250 cm lange, männliche Gr. Tümmler wurde erstmals am 16. Juni 2019 während einer Segelregatta „Alsen Rund“ vor Sonderburg gesichtet. Am 28. 06. 2019 wurde er gefilmt wie er in der Flensburger Förde die Fahrradfähre zwischen Brunsnæs  und Langballigau begleitet, und am 12. Juli wieder vor Sonderburg, wie er  einen Schweinswal „belästigt“.

Auf der Seite Facebook-Gruppe bei Hvaler.DK – hval og sæl observationer i Danmark gibt es mehrere Berichte Fotos und Videos, von dem Gr. Tümmler, der sich jetzt im Svenborgsund aufhält. Allerdings werden Schweinswale  z. Zt. dort nicht beobachtet.


Dienstag 7. Januar 2020: Totfund eines Delphins bei Svinø.

Foto Lars Olsgaard auf Facebook Hval og Sæl. Daneben Karte von Kalø  bis zum Svendborg Sund.

Die Frage um welchen Delphin es sich bei dem Totfund handelt, wird beim Betrachten des Fotos auf dem Sektionstisch schnell klar: Es handelt sich um einen etwa 220 mm langen, vermutlich noch jugendlichen Großen Tümmler in mäßigem Ernährungszustand. Am 24. August 1976 gab es die letzte Strandung eines Gr. Tümmlers bei Vrinders in der Bucht von Kalø.

Auf dem Sektionstisch: Her ses det øresvin, der er fundet død på Svinø Strand. Foto: Mikkel Høegh Post - Statens Naturhistoriske Museum


Sonntag den 29. Dezember 2019 : 20 Große Tümmler vor Frederikshavn

Der Steuermann der Stena Danica beobachtet beim Einlaufen in den Hafen von Frederikshafen an der Nordspitze von Jütland eine Gruppe von 20 Großen Tümmlern Tursiops truncatus , die in südliche Richtung schwimmen.


Freitag den 27. Dezember 2019: svt NYHETER  Schwertwale bei Smögen gefilmt

Der Fischer Janne Olofson hat am Sonntag 22. 12. 2019 im Skagerak vor Smögen/SE fünf Schwertwale beobachtet und gefilmt. Das 47 Sekunden dauernde Video wird am 26. Dez. von svt NYHETER veröffentlicht.

Die Schwertwalfamilie wird seit März 2019 von den Göteborger Wissenschaftler Linda Gustafsson und Jimmie Lindell beforscht. 7 Individuen aus der Gruppe können sie anhand von Fotos wieder erkennen (Foto ID).

Seit 2013 werden Schwertwale im Skagerak regelmäßig beobachtet; eine  Sichtung gab es auch 1994 während SCANS I.

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