Chronik 44 - Schweinswale

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Chronik 44


CHRONIK XVII 2018 Beobachtungen und Meldungen


Freitag den 9. März 2018    shz auf Seite 10 Eckernförde:  Eintauchen in die Unterwasserwelt




Donnerstag den 8. März 2018 OIC Eckernförde mit neuer Auststellung

Das Ostsee- Info-Center hat  nach zwei Monaten ab  heute   wieder geöffnet. Das kreative Team um Hannah Sliwka hat die Ausstellungsräume neu konzipiert und umgestaltet: so  befindet man  sich gleich zu Anfang  unter Wasser. Zwei Schweinswale  werden von einem Heringsschwarm  angezogen,  aber noch rechtzeitig  macht ein  PAL sie  auf die Gefahr aufmerksam, die ihnen durch ein Stellnetz droht. Danebengibt es eine grandiose Planktonschau  auf der Tapete und dem  Monitor. In einem andren Raum zeigt  eine Weltkarte Thema „Femdarten“,  wie die vom Menschen verursachte Verschleppung von Arten  wie Rippenqualle, Wollhandkrabbe usw. in  anderen Küsten – und Meeresregionen zu Problemen mit einheimischen Arten führen kann . Eine großartige Ausstellung mit viel Engagement und überraschenden Einfällen gestaltet – die Vögel auf dem Dach können durch ein Periskop betrachtet werden – , die kleine und große Besucher sicher einmal mehr begeistern  wird.


Freitag den  1. März 2018: Johannes Albers per e -mail  :   Neues von alten Schweinswalen

Von Johannes Albers kommt folgende Nachricht

Aus der Zeit des Pliozän kannte man bisher Phocoeniden-Fossilien vom Pazifikraum und von der Nordsee. Man vermutete Wanderbewegungen vom Pazifik über die Arktis in den Atlantik. Aber bisher fehlten jegliche pliozäne Belege von der nordamerikanischen Seite des Atlantiks. Das hat sich nun geändert. Darüber berichtet der US-Paläontologe Robert Boessenecker am 16. und 20. Februar in verschiedenen Blogs.

In South Carolina fand man im letzten Herbst einen Ohrknochen (Perioticum), der als cf. Phocoena eingestuft wird. Jetzt im Februar folgte ein zweites Perioticum, das etwas anders aussieht und noch genauer untersucht werden muss, um in der Zuordnung zu Schweinswalen ganz sicher zu gehen.

Die beiden Stücke wurden vor einigen Jahren im Zuge von Sandvorspülungen aus dem Meeresboden gesogen und an einem Strand ausgeworfen, wo sie jetzt von Fossiliensammlern gefunden wurden.

Links zu den Blogs:  


http://coastalpaleo.blogspot.de/ (Eintrag 20. 2. 2018)


Unten die linke Bulla bzw. das Perioticum aus einer Sandvorspülung am Strand von South Carolina. Der Autor Robert Boessenecker  ist sich nicht ganz sicher, ob sie zu einem Schweinswal oder vielleicht zu einem Delphin des Pliozäns gehört, er vergleicht die Unsicherheiten bei der Bestimmung mit „Black Magic“.

Schädelreste des Schweinswals Brabocetus gigaseorum  aus dem Pliozän vor  5,3 und 3,6 Millionen Jahren wurde vor Belgien gefunden und ist neben Septemriocetus bosselaersi  ein weiterer früher Schweinswal aus dem Nordatlantik   Aus der Veröffentlichung:  W. Colpaert, M. Bosselaers, and O. Lambert. 2015. Out of the Pacific: A second fossil porpoise from the Pliocene of the North Sea Basin. Acata Paleontologica Polonica 60(1):1-10



Dienstag den 20. Februar 20118 Givanni Bearzi per e-mail (ECS –Talk)

Dear colleagues, we are pleased to announce the publication of the opinion piece below:

Bearzi G., Gimenez O. 2018. Searching for meaning in marine mammal shared data. Ethics in Science and Environmental Politics 18:9-13. It is open access and freely available at:


ABSTRACT - The sharing of marine mammal data is a worthwhile practice, but there are caveats. Data interpretation may be difficult, sometimes resulting in misleading information or inappropriate formulation of research questions. Here, we point out some of the challenges when dealing with shared marine mammal datasets. We emphasize the importance of collecting, publishing and sharing data in ways that can produce unbiased and meaningful knowledge, ultimately inspiring and directing management action. Finally, we suggest that bridging the gap between data sharing and data reuse will require enhanced spatially referenced online databases as well as direct collaboration between the data analysts and the field researchers who possess relevant place-based expertise.

Mittwoch den 19. Februar 2018 : Professor  Boris Culik per e-mail

Liebe Unterstützer des PAL-Projekts,
in der Anlage ein Artikel, der heute in den Kieler Nachrichten erschien und über den ich mich sehr gefreut habe.

Ich habe dazu bereits erste ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten: Vom Meeresschildkröten-Workshop in Japan, von Fischern aus Fehmarn und Heikendorf, von der Böll-Stiftung und aus Berlin. Ein Fischer hat sich soeben direkt bei mir gemeldet um ebenfalls noch am PAL Projekt des Ostsee-Infocenters teilzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen aus Heikendorf,
Boris Culik




Freitag der 16. Februar 2018 Antwort auf eine Anfrage zu einer geplanten Sendung über die deutsche Walfangflotte im sog. „3. Reich “

Es gibt einige mir bekannte Quellen zu der geplanten Recherche:

Joachim Kruse 1976: Der Walfang - eine Zusammenstellung in Illustrationen zu Melvilles Moby Dick Sonderaustellung des Schleswig-Holsteinschen Landes Museum,

Richard Ellis 1995: MENSCH UND WAL Die Geschichte eines ungleichen Kampfes Droemer Knaur München, Archiv Klaus Barthelmeß (!955 - 2011) Köln, Herman Reichenbach  Hamburg (im cc) und Nicholas Redman, Carl Christian Kinze (Copenhagen im cc) über den Schweinswalfang im Gamborgfjord während des 2. Weltkriegs, und als Zeitzeuge von der Olympic Challenger des Aristoteles Onassis Günther Quander


Freitag den 9. Februar 2018 21 h15 Interview  im  NDR info  Wissenschaftsmagazin  LOGO

Anfrage  vom  02. 02, 2018

Lieber Herr Pfander, hier ein deutschsprachiger Artikel zu den Orca-Lauten und hier die Orginalveröffentlichung.  Freut mich, dass Sie ein paar Worte aus Ihrer Sicht dazu sagen möchten! Das hier ist die Sendung, um die es sich handelt:

Logo - Das Wissenschaftsmagazin auf NDR info

Es handelt sich um Schwertwale im Delphinarium von Antibes , die wie Papageien einzelne Wörter nachsprechen. Es soll der Forschung dienen und erklären, wie Orcas die Sprache und den Dialekt ihres PODs erlernen.  Das Ganze erinnert stark an die Versuche John Lilly’s der vor mehr als 50 Jahren versucht hat Gr. Tümmlern das Sprechen beizubringen. Damals musste seine Assistentin Margaret Howe drei Monate lang ständig mit Peter einem männlichen Gr. Tümmler zusammenleben. Leider konnten aus Zeitgründen dies und kritische Anmerkungen zum Versuch der Delphinarien Industrie, sich  ein wissenschaftliches Image zu geben, nicht mit in die Sendung aufgenommen werden.
Orginalarbeit in:

PROCEEDINGS OF THE ROYAL SOCIETY B

Imitation of novel conspecific and human speech sounds in the killer whale (Orcinus orca) José Z. Abramson, Mª Victoria Hernández-Lloreda, Lino García, Fernando Colmenares, Francisco Aboitiz, Josep Call Published 31 January 2018.DOI: 10.1098/rspb.2017.2171

Margaret Howe und Peter August 1965  Bild veröffentlicht l im Geo Magazin  11 2027 Seite 153 Text Caroline Lahusen


aus: GRENZWISSENSCHAFTEN      31. Januar 2018


Donnerstag den 8. Februar 2018  Strandfund Norderney vermutlich Schweinswal

Am 07. 02. 2018 gab es folgende Meldung:  Gestern strandete ein kleiner Wal in der Brandung der Insel Norderney. Er muss schon einige Wochen tot gewesen sein, denn die Haut war schon entfernt und das Gerippe schaute darunter hervor. Mit dem Fernglas konnte ich sehen, dass es vermutlich kein Schweinswal war, da er größer war um die zwei Meter, vermutlich ein Delfin - vielleicht ein Weißschnauzendelfin - er hatte dunkle Flipper und eine große schwarze oder schwarz-graue Fluke, am Bauch war er weiß, der Kopf war hellgrau. Er trieb in der Brandung, Besucher haben die Wattenschutzstation in Wilhelmshaven angerufen und diese schickten einen Ranger. Wenn es wirklich ein Schweinswal gewesen wäre, hätten sie ihn dem Meer überlassen, war es aber ein Delfin, so wollte man ihn bergen. Als ich gegen Abend an der gleichen Stelle vorbeikam, war von dem Wal nichts mehr zu sehen. Vermutlich wurde er geborgen, um die Todesursache zu erforschen.


Die Nachfrage bei der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer  ergab: „Aufgrund der etwas vagen Beschreibung unten bin ich nicht sicher, ob es sich nicht um das Tier handelt, von dem ich hier Fotos hab und das mehr nach Schweinswal aussieht (heller Bauch, gerundete Flipper). Etwa um die gleiche Zeit kam die Meldung dieses (nicht mehr frisch)toten Tieres, das augenscheinlich Verletzungen wie von einem Kegelrobbenangriff aufwies (sichtbare Rippen…). Das hatte mir eine junge Dame aus dem NLP-Zentrum Norderney gemeldet (Bild anbei).“

Kommentar:  Es handelt  sich, wie  schon vermutet, um einen Schweinswal: Zeichnung, Fluke, FlipperFärbung, Kopf usw. Beweisend sind die spatelförmigen Zähne, die bei vergrößertem Foto zu sehen sind. Möglicherweise handelt es sich um ein subadultes, männliches Individuum nach Kegelrobbenattacke.  (prae- oder postmortal?):


Mittwoch den 7. Februar 2018  Kegelrobbe jetzt bei Fhörden-Bart im Kreis Segeberg


Montag den 5. Februar 2018 Holger Vogt per e-mail  Film „Wale vo unserer Küste“ im Abendprogramm der ARD

NDR- Naturfilm sendet am Montag den 5.februar um 20:15 im 1. Programm der ARD den Film WALE VOR UNSERER KÜSTE


Danach wird der Film unter dem Titel in der ARD Mediathek zu finden sein



Sonntag den 4. Februar 2018 Kegelrobbe mit Reifen  in der Bramau bei  Wrist

Eine Kegelrobbe wird mit einem  weißen Reifen um den Thorax  in der Bramau bei Wrist gesichtet. Die Seehundstation Freidrichskoog wurde informiert.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü