Chronik 39 - Schweinswale

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Chronik 39


CHRONIK XII Beobachtungen und Meldungen 2017

Samstag den 07. 10. 2017  Treffen im „CeNak“ der Universität Hamburg

Von Herman Reichenbach organisiert haben sich cetologisch Interessierte in der neu konzipierten Eingangshalle des Zoologischen Museums getroffen. Im Mittelpunkt stand das neu montierte Skelett des 1952 in die Hansestadt gelangten Finnwals  „Finni“  (s. Chronik X am 3. Mai 2017), das neben einem unter leichter Fehlstellung verheilten  Schrägbruch des rechten Schulterblattes auch Rippenserienbrüche  rechts  aufweist. Als mögliche Unfallursache kommt eine Schiffskollision  in Frage. Auf Grund der Callusbildung dürfte diese sich einige Jahre vor der Erlegung dieses (100 Jahre ?) alten Finnwals Balaenoptera physalus (Linnaeus, 1758) ereignet haben.

Günter  Quander im Gespräch mit Daniel Bein Abteilungsleiter wissenschaftliche Bildung CeNak vor der Lendenwirbelsäule  des Finnwals Foto Herman Reichenbach

Anwesend war auch der Zeitzeuge Günter Quander, der von Oktober 1955 bis April 1955 an Bord der Olympic Challenger gefahren ist und auf den   Daniel Bein  durch einen Artikel über  die sog. „Walwoche“  anlässlich des 250 jährigen Jubiläum des Eckernförder Buckelwals (1766 – 2016) aufmerksam wurde. Ein Teil seiner Fotos sowie das  Logbuch der  Olympic Challenger, mit der Aristoteles Onassis von 1952 bis 1956 auf „Piratenwalfang“  (s. Richard Ellis: Mensch und Wal S. 377 -380) ging, bis ihn die Internationale Walfangkommission IWC  stoppte, wird in einer Vitrine neben dem Skelett ausgestellt.  Ein Foto  Quanders  zeigt den vollständig entwickelten Fötus eines Finnwals,  der gerade aus der getöteten Mutter gezogen wurde, um ihn herum die tief betroffenen Arbeiter an Bord des Walfangschiffes .














Foto G. Quander

Es gibt zahlreiche weitere cetologisch interessante  Exponate im CeNak,  wie die Mandibeln eines Blauwals Balaenoptera musculus  (Linnaeus, 1758) in der Gegenüberstellung mit dem Skelett einer Zwergspitzmaus Sorex minutus (Linnaeus, 1766), der deformierte Unterkiefer eines jugendlichen Pottwals Physeter macrocephalus (Linnaeus, 1758),  ein Schwertwal Orcinus orca (Linnaeus, 1758)  von der Nordwestküste Amerikas, der ähnlich wie der Schweinswaltotfund vom Juli 2017 (s. Chronik XI) durch eine Schiffsschraubenverletzung zwischen Hinterhauptbein und erstem Halswirbel getötet wurde.

Eine weltweit einmalige Rarität stellt jedoch die sogenannte „Mona Lisa  Hamburgs“ dar. Es handelt sich um den Schädel eines Narwals Monodon monoceras  mit zwei gleichlangen Zähnen im Oberkiefer, der 1684 gefangen und nach Hamburg gebracht, vor den Franzosen während der Besatzung von 1806 bis 1811 erfolgreich versteckt wurde, sowohl von den Dichtern Adalbert von Chamisso und Heinrich Heine beschrieben  wurde und die völlige Zerstörung der Sammlung des bis dahin zweitgrößten, aber meistbesuchten Naturkundemuseums Deutschlands  am 30. Juli 1943 dank der Umsicht des Präparators Otto Holle als einziges Ausstellungsobjekt überstand. Dieser hatte den Schädel vorsorglich aus der Halterung genommen und ihn um Keller des Museums eingemauert.












Foto CENAK

Das Besondere an diesem Narwal ist einmal das Vorhandensein von zwei  gleichlangen Zähnen und der Embryo. Da „Stoßzähne“, insbesondere wenn es sich um zwei handelt, überwiegend nur bei männlichen Narwalen vorkommen, auf der anderen Seite aber der angeblich von dem Tier stammende Embryo, der, wie ein zeitgenössisches Flugblatt beschreibt,  in eingetrockneter Form zugleich mit dem Schädel nach Hamburg gebracht wurde, umgibt das Exponat ein Mysterium.  Der Widerspruch konnte auch  durch die 2015 erfolgte Untersuchung der DNA bis jetzt nicht geklärt werden  (s. Beobachtungen und Meldungen 2015).

Professor Schliemann und Daniel Bein hoffen darauf, dass der Senat der Stadt Hamburg in der Tradition des am 30. Juli 1943 zerstörten Naturkundemuseums die baulichen Vorrausetzungen für ein größeres Centrum für Naturkunde beschließt. Der Schwerpunkt eines solchen Museums, in dem nicht nur die zoologische, sondern auch geologische, botanische und paläontologische Sammlungen präsentiert werden sollen, läge sowohl im Bereich  der akademischen Forschung, als auch in einer laienverständlichen Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte für ein breiteres Publikum. Eine Gelegenheit dafür böte sich 2019, wenn die Universität Hamburg ihr 100jähriges Jubiläum feiert.

An diesem regnerischen Samstag war das CeNak sehr gut besucht: Viele interessierte Kinder mit ihren Eltern, aber auch in Gruppen unter sachkundiger Anleitung von Mitarbeitern des Museums

Mittwoch den 05. 10. 2017 Delphin oder Schweinswal   2

Per e-mail:

Moin,
sind gerade von einer Segeltour in der Ostsee zurück und haben am  vergangenen Freitag in der Helneas Bugt gleich nach der Einfahrt in die Bucht zwischen Helneas und Illumö beiliegende, wie wir denken, Delfin - Begleitung am Schiff gehabt. Bilder sind nicht toll, aber wir waren nicht vorbereitet und der „Delfin" war schnell….
Für uns sah das nicht nach Schweinswal aus und das Tier war sehr agil am Boot. Vielleicht können sie mir sagen, ob das ein verirrter Delfin war?!



Position der Sichtung:

AP: Es handelt sich nicht um einen Delphin, sondern um einen Schweinswal.  Die Zeichnung/Federung in Höhe der Finne und diese selbst, sowie die Abgrenzung zum Schwanzstiel hin, erlauben eine sichere Diagnose. Wie schon Thyge Jensen und Carl Kinze  www.hvaler.dk vor einiger Zeit festgestellt haben, verhalten sich Schweinswale sehr häufig nicht so, wie es von ihnen erwartet wird: sie nähern sich neugierig Booten, nutzen spielend die Bug-oder Heckwelle, springen, surfen usw. Sie sind vor allem ziemlich schnell.


Freitag den den 29. 09. 2017 Delphin oder Schweinswal   1

Per e-mail: Die angehängten Fotos erreichten uns kürzlich mit der Frage, um welches Tier es sich handelt. Könnte es sich um einen Tümmler handeln?

…………..bei meinem Spaziergang am Ostseestrand bei Skagen, Dänemark, habe ich diesen Kadaver (siehe Foto) gefunden. Können Sie mir sagen, um welches Tier es sich handelt?

Ausschnitt aus dem Foto; erkennbar ist die  Schädelbasis des Kadavers

AP: Ohne Längenangabe kann man schwerlich etwas über die Artzugehörigkeit  sagen. Man kann aber bei dem Kadaver den Schädel mit dem harten Gaumen erkennen (Facies palatina ossis pterygoidei).

Da dieser nicht perforiert und nicht w-förmig zu sein scheint, kann es sich wohl eher  nicht um einen Schweinswal gehandelt haben. Es könnte sich also ev., wie  schon vermutet, um einen Gr. Tümmler Tursiops truncatus (Montagu, 1821) handeln, aber auch andere Vertreter der Delphinfamilie sind möglich z. B. Lagenorhynchus albirostris (Gray, 1846), immerhin der zweithäufigste Zahnwal in Ost- und Nordsee.

CCK per e-mail: Ich bin mir da nicht so sicher. Mit der angegebenen Länge von 1,5 m ist es wohl ein Schweinswal.  Vielleicht geben die anderen Fotos besser Aufschluss darüber, um welche Art es sich handelt.


Donnerstag den 28. 09 2017 Neue Monographie über Schnabelwale

Von Herman Reichenbach bereits am 20. Juli 2017 angekündigt per mail:

Beaked Whales   A COMPLETE GUIDE TO THEIR BIOLOGY AND CONSERVATION    RICHARD ELLIS JAMES G. MEAD
Die Familie der Schnabelwale  ist nach der der Delphine die zweit artenreichste unter den Cetacea. Frederic W.  True beschreibt 1910  insgesamt 13 Arten der Familie Ziphiidae (Gray, 1850) auf Grund der Exponate in amerikanischen Museen, während Joseph C. Moore 1968 nach Untersuchung von 292 Schädeln in 40 Instituten weltweit  bereits 17 Arten der Super-Familie Hyperoodontoidea  Familie Hyperoodontidae unterscheidet.

Watson 1981, Hoyt 1987, Evans 1987, Sylvestre 1989 und Martin 1990 zählen bereits  18 Arten von Schnabelwalen englisch Beaked Whales auf .  Carwardine 1995 beschreibt wie auch Mead 2002 20 Arten, aber  Mc Leod  et al. 2006 gehen bereits  von 21 Arten der Familie Ziphiidae aus und machen auf Grund von Sichtungen und Totfunden Angaben zu mutmaßlichen Verbreitungsgebieten. Auch lm Bestimmungsbuch von Shirihai & Jarett  2007 und Mead  in der Encyclopady of Marine Mammals 2009, sowie  Mead zusammen mit Perrin und Baird im Whalewatcher  Journal of  the American Cetacean Society 2009 Vol. 36 No.1 Beaked Whale Issue  Dedicated to John Heyning   werden insgesamt  21 Arten angeführt, wobei die taxonomische Einteilung  kaum differiert. Alle zuletzt genannten  Autoren, darin besteht Konsens,  unterscheiden in der Familie Ziphiidae  folgende Genera: Ziphius  (eine Art), Berardius (2 Arten),  Tasmacetus (1 Art), Indopacetus (1 Art), Hyperoodon (2 Arten) und Mesoplodon (14 Arten).

Laut Ellis und Mead aber zählt jetzt zum Genus Mesoplodon noch eine weitere, eine 15te Art: es handelt sich dabei um den 1963 von P E.P. Deraniyagala beschriebenen Schnabelwal Mesoplodon hotaula (Deraniyagala, 1963). Die Erstbeschreibung des 1963  in Ratmalana Ceylon (Sri Lank a) gestrandete Exemplars, das sich als Topotyp im Museum von Colombo befindet, wurde 1968 als M. ginkodens (Nishiwaki & Kamiya, 1958) in Frage gestellt, konnte aber nach Strandung eines zweiten Individuums am Palmyra Atoll auf Grund einer übereinstimmenden Morphologie und  DNA im Jahr 2000 endgültig bestätigt werden.

In dem 194 Seiten umfassenden Buch werden alle 22 Arten der Familie beschrieben zusammen mit einer ästhetisch anspruchsvollen Illustration des äußeren Erscheinungsbildes des jeweiligen Schnabelwals, manchmal auch mit früheren Abbildungen, sowie einer Zeichnung des rechten Unterkiefers und des Schädels von der Seite. Neben einer eingehenden Beschreibung gehen die Autoren auch auf die Geschichte der Entdeckung und neueste Erkenntnisse zum Vorkommen, zur geographischen Verteilung und zur Lebensweise ein, soweit diese bekannt ist.



Im allgemeinen Teil akzentuieren die Autoren auch das Problem , dass wir zwar relativ wenig über die einzelnen Arten auch hinsichtlich ihres Verbreitungsgebietes wissen und fast so gut wie gar nichts über ihre Populationsgrößen, dass aber auf der anderen Seite  ein Zusammenhang zwischen militärischen Übungen auf See  und der anschließenden Strandung von Schnabelwalen nach Anwendung von Mittelfrequenz Sonar offensichtlich ist. Auch die Theorie von Capt. Williams www.deafwhale.com , der der Ansicht ist, dass neben dem zunehmenden Lärm in den Ozeanen auch durch  mittlere Seebeben  Wale insbesondere Zahnwale in Panik versetzt werden , sodass sie vertaubt  mit der Strömung schwimmend schließlich stranden, wird auf Seite 137  erwähnt. Aus den Ausführungen von Robert Ellis und James G. Mead spricht die tiefe Sorge um den Bestand dieser faszinierenden Tiere, über die  bisher so wenig bekannt ist.

Aus JOURNAL OF THE AMERICAN CETACEAN SOCIETY 2009 Volume 38 No.1 Whalewatcher Beaked Whale Issue Dedicated to John Heyninng S. 16 – 17    

Illustrated by Uco Gorter (ohne Deraniyagala’s Schnabelwal Mesoplodon hotaula (Deraniyagala, 1963)


Donnerstag den 28. 09. 2017 Sy Motgomery’ s  „RENDEZVOUS  mit einem   OKTOPUS“   

Das Buch erschien  erstmals  2014 in Amerika bei Atria Books, New York unter dem Titel „The Soul of an Octopus: a Surprising Exploration into the Wonder of Consciousness” . Jetzt ist es nach der Übersetzung durch Heide Sommer mit  einem Nachwort von Donna Leon im Diogenes Verlag Zürich bei  m a r e  erschienen. Sy Montgomery taucht mit dem Leser ein in die Unterwasserwelt eines großen Meerwasser- Aquariums und in das Seelenleben der dort beheimateten Tiere der Ordnung  Kraken Octopoda (Leach, 1817) und der Familie Echte Kraken Octopodidae (Orbigny, 1839) mit 40 Gattungen und 250 Arten. Von einer gemeinsamen  Entwicklungslinie trennten sich laut Richard Dawkins  die Kraken und andere Weichtiere wie Schnecken und Muscheln bereits  vor mehr als 500 Millionen Jahren. Dennoch meint man bei einer Begegnung mit einem Kraken  eine wache, vertraute und alles andere als langweilige Intelligenz zu  erleben, wie jeder bestätigen kann, der schon mal eine solche „Persönlichkeit“ getroffen und versucht hat,  mit ihr unter Wasser zu  kommunizieren.  Danach wird man  es  hinfort  vehement ablehnen, je wieder pulpe oder pulpo oder  Krake  zu essen – wie und wo auch immer. Und in dieser Einstellung wird der Leser bestätigt, wenn die Autorin ihre Erlebnisse mit Athena, Olivia, Kali oder mit Kraken im Freiwasser schildert - anrührend und mit viel Empathie. Dabei werden  wissenschaftliche Erkenntnis so nebenbei vermittelt insbesondere über den pazifischen Kraken Octopus rubescens.  

Sy Montgomery  hat viele Bücher für Kinder und Erwachsene veröffentlicht u. a. über Haie, Menschenaffen und  Tiger. Ihr hinreißend geschriebenes  Buch über eine Expedition auf der Suche nach dem Boto dem Amazonas Flussdelphin Inia geoffrensis   (Blainville, 1817) veröffentlichte sie unter dem Titel„Journey of he Pink Dolphins : An Amazon Quest“  im Jahr 2000 . Sie widmete das Buch ihrem Vater Brigadier General A. J. Montgomery, der wesentlich dazu beitrug, dass Deutschland 1945 endlich von den Nazis befreit werden konnte.


Sy Montgomery was born on February 7, 1958, in Frankfurt, Germany.[5] She is a 1975 graduate of Westfield High School, Westfield, New Jersey, and a 1979 graduate of Syracuse University, a triple major with dual degrees in magazine journalism from the S.I. Newhouse School of Public Communications and in French language and literature and in psychology from the College of Arts and Sciences. She has been awarded two honorary doctorate degrees: an honorary Doctorate of Humane Letters from Keene State College in 2004 and an honorary Doctorate of Humane Letters from Franklin Pierce University and Southern New Hampshire University in 2011.[6


Samstag den 16. 09. 2017 Bester Meeresfilm des Green Screen Festivals 2017

Als bester Meeresfilm wurde der Film „ Auf Leben und Tod  Das Meer“  beim Green Screen Festival 2017 bei der Preisverleihung in der Stadthalle ausgezeichnet.


Der Film beginnt mit einer rasanten Sequenz, in der schnelle Goldmakrelen (Coryphaena hippurus) unter der der Oberfläche des Pazifiks  Fliegende Fische (Cypselurus californicus) jagen.  Um den Goldmakrelen zu entkommen, segeln sie bis zu 100 und mehr Metern durch die Luft, wo sie aber von  dort kreisenden Fregattvögeln (Fregata spp.) erbeutet werden. Eine Win-win- Situation für Fregattvögel und Goldmakrelen, aber nicht für die Fliegenden Fische.

Dann zeigt der Film einen großen Sardinenschwarm, der als Formation dicht an dicht manövrierend, erfolgreich den Attacken der Seelöwen ausweicht.  Er wird erst durch pfeilschnelle  Gelbflossenthunfische (Thunnus albacares) auseinander gejagt, um anschließend durch Tölpel, Seelöwen, Haie und Delphine  weiter dezimiert zu werden bis zum Auftritt eines Brydewals ( Balaenoptera brydei). In der Öffnung seines Mauls verschwindet schließlich  der Rest des Sardinenschwarms.

Zum Schluss des Films schwimmt ein einsamer etwa 30m langer, 100 bis 200 Tonnen schwerer Blauwal (Balaenoptera musculus) auf einer tagelangen Suche nach einem Krillschwarm durch weite, leere pazifische Gewässer, bis er ihn schließlich gefunden hat und das große Fressen beginnt – unglaublich - bisher noch nie gefilmt.

Regisseur: Hugh Pearson Autor: Deutsche Bearbeitung: Henning JaeckischKamera:Doug Anderson, Jamie McPherson, David ReichertSchnitt:Andy NetleyMusik:Steven PriceSprecher:Sascha Rotermund (Deutsche Fassung) Redaktion:Tom McDonald, BBC; Ralf Quibeldey, NDR; Gabriele Conze, WDR; Christine Peters, BRProduktion:Alastair Fothergill - Silverback Films Ltd; Doclights GmbH / NDR Naturfilm


Mittwoch den  06. 09 2017 Bild des Eckernförder Buckelwals in dser Stadthalle

Am 17ten August 2017 haben Kinder an der früheren Schiffbrücke des Eckernförder Hafens den dort vor 251 Jahren  erlegten 10,50m langen Buckelwal auf einer 12 x 3,20m großen Leinwand gemalt (s. Chronik XI).  Als Vorlage diente  die „Abzeichnung des den 17ten des Monaths im hiesigen Hafen  gefangenen großen Fisches“,  die der Künstler Johan Leihamer im Auftrag  des Bürgermeisters bereits am 20ten August 1766  drei Tage nach dem  Ereignis „ Ad vivum delineata – nach dem Leben gezeichnet“  hatte, und die sich heute in Form einer Gouache  im Museum der Stadt  Eckernförde befindet.  

Für  Eckernförde und das Umland war der tote Buckelwal  damals  eine Sensation, die viele Schaulustige anlockte, so dass der damalige Rat  der Stadt „zum beständigen angedenken dieser besonderen Begebenheit“ etwas unternehmen wollte oder sogar musste. Eine entsprechende Überlegung „wegen Abmahlung des Fanges incl. der Schiff-Brücke oder des Fisches in Lebensgröße“ findet sich im Protokoll der Ratsversammlung vom 20ten August 1766; sie kam aber  nie zur Ausführung.

Jetzt wurde das Bild des Buckelwals (Megaptera novaeanglia Borowski, 1781) in der Stadthalle rechtzeitig vor Eröffnung des Green Screen Festivals 2017 aufgehängt.

Foto Gernot Kühl EZ

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