Chronik 31 - Schweinswale

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Chronik 31


CHRONIK 31

CHRONIK Beobachtungen und Meldungen V 2016 20. September 2016

Sea  Shepherd: Einsatz zur  Rettung der Vaquita Phocoena sinus Milagro:

- Sea Shepherd gibt eine neue Partnerschaft mit Mexiko zum Schutz der Golftümmler bekannt


- Mexikanische Regierung erteilt Sea Shepherd die Erlaubnis illegale Stellnetze zu entfernen


- Sea Shepherd entfernt illegale Stellnetze aus dem Schutzgebiet des gefährdeten Golftümmlers


Webseite der Kampagne in english:




Schweinswaltotfund Campingplatz Booknis


Foto Patricia Grosenick

Der etwa  140 cm lange Schweinswal wurde vom zuständigen Seehundjäger geborgen. Leider ließ sich das Geschlecht nicht mehr feststellen; nach der prononcierten Finne könnte es sich um ein männliches Individuum handeln.


18. 09. 2016 Die KIELER NACHRICHTEN  berichten   über  zwei Tote Schweinswale in Kiel und Umgebung als mögliche Opfer einer Delphin - Attacke

Am Sonntag  den 11.09.2016 um 10h45 wurde ein tot in der Kieler Förde treibender Schweinswal von Passanten gemeldet, der anschließend vom Geomar – Institut für Meereskunde geborgen wird. Möglicherweise sei der Delphin, „der seit mehr als einer Woche die Menschen an der Förde entzückt, für den Tod des Tieres verantwortlich“.

Seit 1991 wird  über  tödliche Angriffe von Gr. Tümmlern auf Schweinswale in schottischen Gewässern berichtet, die 1993  auch filmisch dokumentiert werden konnten. Die Untersuchung der Tiere aus der Kieler Förde im ITAW der Tierärztlichen Hochschule  Hannover Zweigstelle  Büsum durch Frau Prof. Dr. Ursula Siebert wird zeigen, ob diese Vermutungen zutreffen oder ob nicht auch andere Ursachen in Frage kommen.

Um 16h46 wurde laut dem Bericht der KN ein weiterer Schweinswal am Strand von Hohenfelde östlich von Schönkirchen angespült.


Der Bericht der KIELER NACHRICHTEN   auf Seite 11:


12. September 2016 shz
„Delphin in der Holtenauer Schleuse"


Es gab vor 87 Jahren einen Vorgänger, der sich im Herbst 1929 in den Kanal einschleusen ließ, diesen durchschwamm und am 12. Oktober von Holtenauer Fischern getötet wurde. Bei dem als „Kanalschwimmer“ bezeichneten Großen Tümmler  hat es sich um ein sehr altes männliches Individuum gehandelt, das allerdings die eigentliche Ostsee nie erreicht hat (Carl Kinze 2006).

Fotografie:  Archiv des Zoologischen Museums der Christian – Albrechts – Universität Kiel



06./07.2016 Große  Tümmler bei  Apenrade und im Hafen von Söby/AErö

Es soll sich bei dem Individuum um dasjenige handeln, das vorher im Hafen von Fredericia beobachtet wurde.


01.09.2016 Mindestens sechs weiße Schwertwale vor der Pzifik-Küste von Kamschatka  meldet die Whale and Dolphin Conservation Society (WDC) und  des Far East Russian Orca Projekt FEROP




01.09.2016 Walaktionstag im Flensburger Schiffahrtsmuseum

Während der Veranstaltung, die sich zeitgleich in 150 Städten weltweit  gegen das Delphin –Massaker in der Bucht von Taiji/Japan richtet, wurde um 20h MEZ Ric O’Bary via Skype aus London zugeschaltet. Er berichtete, dass in Taiji drei Mitglieder seiner Organisation die Geschehnisse vor Ort beobachten und dokumentieren und etwa 50 Teilnehmer zusammen mit ihm vor der japanische Botschaft demonstriert hätten.

Rainer Lenthe berichtet über die weltweite Arbeit des Sea Shepherd, der offiziell  beauftragt z. B. verbotene Stellnetze in der Antarktis entfernen darf oder Kapitäne wegen illegaler Fischereiaktivitäten sogar vor Gericht bringen kann. Der Kampf gegen den Walfang Japans in der Antarktis dauert an.

Stephan Thomsen zeigte neue Aufnahmen von Selfi und Delfi unter der Beltbrücke und berichtete, dass beide Delfine ein stark verändertes Verhalten zeigten und dabei beobachtet wurden, wie sie Schweinswale jagten.

Aus dem Publikum wurde berichtet, dass am 25. 08.  die drei „Flensburger Schweinswale“ zwischen 15 und 16h in der Bucht von Wassersleben beobachtet wurden. Ein Tier soll  bewegungslos an der Oberfläche getrieben haben, bevor er in der typisch rollenden Bewegung abgetaucht sei.

Weiter wurde gemeldet, dass am Strand der Ochseninselnseit seit mehreren Wochen drei Kadaver von Schweinswalen liegen. Es soll sich dabei um ein weibliches Tier, das unter der Geburt mit dem Foetus z.T.  noch im Geburtskanal verstarb, und ein weiteres Jungtier handeln.


25.08.2016 hvaler.dk  Gr. Tümmler jagen Schweinswale

Die drei Gr. Tümmler im Großen und Kleinen Belt wurden dabei beobachtet, wie sie Schweinswale jagen. Das Tier aus dem Kl. Belt wurde dabei gefilmt, wie es einen Schweinswal tötet. Ursprünglich war das Video auf:


jetzt  auf:





20.08.2016  Schweinswale im Flensburger Hafen und vor dem Marine Hafen Eckernförde

Am Sonnabend den 20. August können die drei „Flensburger Schweinswale“ um 12h14 von Bord der Flora II im Hafen beobachtet und gefilmt werden. Vermutlich handelt es sich sowohl um Mutter und Kind, sowie um ein weiteres vielleicht weibliches Individuum.

Drei Schweinswale darunter eine Mutter mit Jungtier werden nachmittags etwa 30 Minuten lang vor dem Eckernförder Marinehafen beobachtet. Als ein sogenannter Jet-Ski auftaucht, sind sie sofort verschwunden.


13. bis 18. August  ECKERNFÖRDER WALWOCHE

Am Sonnabend  den 13.08.2016 im OIC berichtet Carl Christian Kinze über :

Die Walvielfalt der Ostsee von gestern, heute und morgen: Neue Befunde aus den Zeitungsarchiven und der Bürger-Walforschung im Fadenkreuz eines bevorstehenden Klimawandel.

Bei großem Publikumszuspruch referiert der renommierte Walforscher aus Kopenhagen www.hvaler.dk über das Thema und vergleicht historische, sowie aktuelle Daten über das Vorkommen von Walen und Delphinen in der Ostsee. Wegen der unterschiedlichen Namensgebung, sowohl was die populären als auch die wissenschaftlichen Bezeichnungen betrifft, sind frühere Berichte manchmal schwer einzuordnen. So wurde z. B. in der Systematik von Linné der Gr. Tümmler als Orca der eigentliche Schwertwal aber als Physeter (Pottwal) beschrieben.

29 Arten aus dem Nordatlantik wurden mindestens einmal in der Ostsee nachgewiesen. Auf Grund des sich abzeichnenden Klimawandels kommt es allerdings zu einer Zunahme und Änderung der Artenvielfalt. Statt des Weißschnauzen-Delphins Lagenorhynchus albirostris, der früher nach dem Schweinswal der zweithäufigste Zahnwal in der Ostsee war, wird heute der Allgemeine Delphin Delphinus delphis häufiger beobachtet. Kandidaten, die in Zukunft, vermutlich in der Ostsee vorkommen werden, sind der Streifendelphin Stenella coeruleoalba Meyen, 1833 oder andere Stenella – Arten. Dabei ist die Forschung auch auf die Beobachtungen und Meldungen von Laien angewiesen.

Am Sonntag den 14. 08 2016 im OIC Robert  Marc Lehmann: Orcas – Die ultimativen Raubtiere

Der Meeresbiologe, Naturfilmer und National Geographic Fotographer of the Year 2015 Robert Marc Lehmann verdeutlicht vor einem begeisterten Publikum, warum seine Passion eher der Beobachtung in freien Natur als der Laborarbeit gilt. So entwickelte er sich konsequent vom Guide auf Expeditionsschiffen zwischen Nord- und Südpol zu einem bekannten Tierschützer und Naturfilmer. Das Publikum bekam nie gesehene Aufnahmen und Videosequenzen von Haien und Delfinen unter Wasser zu sehen. Der Focus lag jedoch wie angekündigt auf dem  Schwertwal, dem perfekten Raubtier schlechthin. Robert Marc Lehmann erläuterte und demonstrierte in Wort und Bild Jagdtechniken dieser beeindruckenden Tiere, deren Beutespektrum vom Pinguin über die Robbe, den Delfin, Elche und Rentiere bis hin zum Eisbären reicht. Dabei unterscheiden sich die Orcas in verschiedenen Regionen der Welt, die in engen Familienverbänden ihr Leben lang verbleiben, hinsichtlich ihres Nahrungsspektrums, ihrer Sprache, ihrer Kultur und im Aussehen. Wissenschaftlich umstritten ist es, wie viele verschiedene Ökotypen des Schwertwals, es in den Meeren der Welt gibt, wobei die gesamte Anzahl von Orcinus orca  etwa 50 000 betragen soll. Die Sterblichkeit im ersten Lebensjahr wird von dem Referenten mit 43 % angegeben, das Alter der weiblichen Tiere mit bis zu 90 Jahren, der männlichen Individuen bis zu 60 Jahre. Besonders eindrucksvoll waren auch Bilder und Filmsequenzen einer Massenstrandung von Orcas an der Ostküste Australiens, wobei es der Gruppe um die renommierte Schwertwalforscherin Dr. Ingrid  Visser, zu der auch Robert Marc Lehmann gehört, gelang, alle Tiere bis auf eines wieder zu befreien und in tieferes Wasser zu bringen. Eine Beobachtung der Familie ein Jahr später zeigt, dass die Rettungsaktion erfolgreich gewesen sein muss. Lehmanns Credo: man kann auch große gestrandete Wale retten.

15. 08 2016 Alte Räucherei: „DAS GEHEIMNIS DER BUCKELWALE“  Film von  Daniel Opitz 2009 als bester Meeres -Film des Green Screen Festivals ausgezeichnet

16. 08 2016 Alte Räucherei:  „MOBY DICK“  Spielfilm  von 1956 in der Hauptrolle Gregory Peck

17. 08 2016  Der Wal von Eckernförde   Vortrag im Eckernörder Museum Andreas Pfander

Vor 250 Jahren erlegten Eckernförder Fischer nach siebenstündiger Jagd im Hafen einen 10,54m langen, vermutlich noch jugendlichen Buckelwal. Der Verlauf der Jagd wurde im Protokoll der städtischen Ratsversammlung festgehalten, ebenso, dass der Porzellanmaler Johan Leihamer vom Magistrat mit einer „Abzeichnung“ beauftragt wurde. Die Gouache von denen sich eine im Museum der Stadt Eckernförde befindet – die andere im Archiv des Landesmuseums – zeigen eine für das 18te Jahrhundert sehr naturgetreue Darstellung, deren ästhetischer Reiz bis heute nachwirkt. Weitere „Eckernförder (Finn-) Wale“ gab es 1898 und 1911, bei einem  „Meeresungeheuer“ aus dem Jahr 1520 handelt es sich vermutlich um einen Riesenhai.

Im Anschluss an den Vortrag berichtet ein  Zeitzeuge über seine bedrückenden Erfahrungen als  Walfänger auf der Olympic Challenger des Aristoteles Onassis.

Am Donnerstag den 18. September referiert Andreas Ruser vom ITAW der TiHo Hannover  

Im Anschluss an den Film „Wale in der Lärmfalle“ in dem neben dem Schweinswal der Referent bei seinen Untersuchungen zum Hörvermögen des Schweinswals zu sehen ist und die Lärmbelastungen beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen thematisiert werden, gibt es eine lebhafte z. T. kontroverse Diskussion. Von einem Experten, der bereits vor Beginn der Veranstaltung  mit Hilfe des vor dem OIC ausgebrachten Hydrophons unterschiedliche Höreindrücke von Unterwassergeräuschen demonstrierte, wurden Bedenken gegen das Rammen der Fundamente und die getroffenen Schutzmaßnahmen in Form eines Blasenschleiers vorgebracht. Der Referent selbst  stellt in einer Powerpoint-Präsentation  die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Untersuchungen vor, die zunächst vorläufig sind und fortgesetzt werden sollen. Eine Reduzierung der Lärmpegel  durch den Blasenschleier ist nachgewiesen. Ob dies aber ausreicht, um den Schweinswal vor einer Lärmschädigung zu schützen, bleibt umstritten.

Mittags wurden fünf Schweinswale vor dem OIC gesichtet.


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